„Glücklich werden ist aus allerlei Gesichtspunkten erstrebenswert“

04.03.2019

Staatliche Berufsschule II Traunstein verabschiedete 155 Absolventen – 45 Staatspreisträger

Traunstein. Nach erfolgreich bestandener Winterabschlussprüfung wurden in der Staatlichen Berufsschule II Traunstein 155 Schüler aus den Berufen Bankkaufleute, Fachkräfte für Lagerlogistik, Groß- und Außenhandelskaufleute, Industriekaufleute, Kaufleute für Büromanagement, Verkäufer/Kaufleute im Einzelhandel, Medizinische Fachangestellte, Pharmazeutisch Kaufmännischer Angestellte und Zahnmedizinische Fachangestellte verabschiedet. 45 Absolventen mit einem Notendurchschnitt bis 1,5 erhielten Staatspreisurkunden der Regierung von Oberbayern. Zusätzlich Geldpreise, die vom Landratsamt Traunstein und vom Förderverein der Berufsschule zur Verfügung gestellt wurden, bekamen die Medizinischen Fachangestellten Katharina Wurm (Kliniken Südostbayern AG, Traunstein), Sophia Katharina Bürger (Dipl.-Med. Falk Laukandt, Obing), Anna Theresa Ebner (Dr. Eva Beausencourt, Berchtesgaden), Dorota Gläser (Dr. Joachim Hübner, Traunreut) und Miriam Roth (Dr. Stefan Söllner, Prien), die Kaufleute für Büromanagement Laura Hafner (Dr. Johannes Heidenhain, Traunreut), Anna Huber (Dr. Johannes Heidenhain, Traunreut), Stefanie Köberle (MXC, Waging), Theresa Prechtl (Lukas Meindl (Kirchanschöring), Julia Lohner (Bernhart ConsKom, Engelsberg) und Julia Skalic (ADAC Südbayern, Traunstein) sowie die Industriekaufleute Vera Huber (Dr. Johannes Heidenhain, Traunreut), Michaela Andrea Wenzl (Dr. Johannes Heidenhain, Traunreut) und Regina Neumann (DS Smith Packaging Deutschland, Traunreut) durch Schulleiter Andreas Gembala und den stellvertretenden Landrat Sepp Konhäuser überreicht.

In seiner Rede zitierte der Schulleiter John Lennon von den „Beatles“, der in der Schule gefragt worden sei, was er werden möchte, wenn er groß sei. Er habe geantwortet: „Glücklich“. „Werden Sie glücklich, denn glücklich zu werden, ist aus allerlei Gesichtspunkten erstrebenswert“, meinte der Oberstudiendirektor zu den Abschlussschülern. Aus der Glücksforschung sei nämlich gesichert, wer glücklich sei, habe mehr Energie und sei kreativer. Glücklich sein stärke das Immunsystem und festige Beziehungen. Wer glücklich sei, arbeite produktiver und erhöhe seine Lebenserwartung. Etwas dafür zu tun, glücklich zu sein, sei somit die lohnendste Anstrengung ihres Lebens. Glück sei jedoch kein Geschenk der Götter, sondern die Frucht der inneren Einstellung, weil sie im Kopf entstehe und das Ergebnis ihres Denkens und nicht der äußeren Lebensumstände sei. Probleme, die sich ihnen entgegenstellten, würden durch Glück nicht kleiner werden oder gar verschwinden. Sie könnten jedoch ihre innere Haltung und ihre Sicht auf die Welt ändern, denn oft existierten ihre Probleme nur in ihren Köpfen.

Mit Staatspreisurkunden und Geld vom Landratsamt Traunstein und vom Förderverein der Berufsschule wurden die 14 1,0-Abschlussschülerinnen der Staatlichen Berufsschule II Traunstein durch Schulleiter Andreas Gembala (links) und den stellvertretenden Landrat Sepp Konhäuser (Mitte) geehrt. (Foto: Buthke)
Mit Staatspreisurkunden und Geld vom Landratsamt Traunstein und vom Förderverein der Berufsschule wurden die 14 1,0-Abschlussschülerinnen der Staatlichen Berufsschule II Traunstein durch Schulleiter Andreas Gembala (links) und den stellvertretenden Landrat Sepp Konhäuser (Mitte) geehrt. (Foto: Buthke)
 

Gembala dankte den Absolventen zudem, dass sie der Berufsschule ihr Vertrauen geschenkt hätten. „Es ist und bleibt unser Ziel, alle jungen Menschen, die zu uns kommen, bestmöglich auf ihre persönliche Zukunft vorzubereiten“, sagte er. Auch hätten viele Menschen an sie geglaubt wie die Eltern, Verwandte und Freunde, die ihnen stets den Rückenfrei gehalten und sie motiviert hätten. An sie geglaubt hätten auch ihre Lehrer, die sich während der Ausbildungszeit größte Mühe gegeben hätten, ihnen die bestmöglichen Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln. Und nicht zuletzt hätten ihre Betriebe und Ausbilder an sie geglaubt, die ihnen im Rahmen der Dualen Ausbildung das Rüstzeug für ihren Berufsabschluss mitgegeben hätten.

„In den vergangenen eineinhalb Jahren hatten Sie die Chance, Ihre Talente zu entfalten, die eigenen Möglichkeiten zu entdecken sowie Fähigkeiten und Leidenschaften auszutesten“, stellte der stellvertretende Landrat Konhäuser fest. Nun seien sie bestens qualifizierte Fachkräfte, die in unserer Wirtschaftsregion bei einer Arbeitslosenquote von nur 3,4 Prozent und einer Jugendarbeitslosigkeit von 2,8 Prozent hervorragende Zukunftsmöglichkeiten hätten. Doch nicht ausschließlich der Bedarf an Fachkräften und die Wirtschaft sei der Ansporn, denn der Berufsabschluss nutze dem Einzelnen ein ganzes Leben lang und sei außerordentlich wichtig für die individuellen Perspektiven und das gesellschaftliche Miteinander.

Das Ziel des Landkreises Traunstein sei es deshalb, allen jungen Menschen bestmöglich gute Zukunftsaussichten zu bieten. Als Sachaufwandsträger für 14 Schulen gebe er in diesem Jahr über 24 Millionen Euro aus. Die Karrierechancen in unserem Landkreis sei vielfältig, entweder in einem Betrieb oder durch ein späteres Studium sowie Fort- und Weiterbildungen. Die berufliche Bildung ermögliche es jedem, sich zu entwickeln und zu zeigen, was in einem stecke. Die große Stärke der Ausbildung sei ein Verdienst von vielen Akteuren für das optimale Zusammenspiel von Theorie und Praxis: Berufsschule, Ausbildungsbetriebe sowie Familien, Verwandte und Freunde.

„Sie haben ein bedeutendes Etappenziel in Ihrem Leben erreicht“, betonte Traunsteins Oberbürgermeister Christian Kegel. Mit ihrem Berufsabschluss hätten sie bewiesen, dass sie die Fähigkeiten mitbrächten, um künftig im Berufsleben zu bestehen. Damit hätten sie das Fundament für ihre berufliche Zukunft gelegt und stünden an der Schwelle zum Berufsleben.

Auch Kegel würdigte den Beitrag der Lehrer, Ausbilder und Eltern, der unverzichtbar für den erfolgreichen Schul- und Ausbildungsabschluss gewesen sei. Natürlich hätten die Absolventen ihre Bereitschaft, ihren Lernwillen und ihre Begeisterungsfähigkeit während der Ausbildungszeit und vor allem mit dem erfolgreichen Abschluss unter Beweis gestellt. „Die Grundlagen für ein erfolgreiches Berufsleben haben Sie gelegt, nun liegt es ganz wesentlich an Ihnen, weiterhin Ihre Chancen zu sehen und diese zu nutzen“, gab der Oberbürgermeister ihnen mit auf den Weg.

Schülersprecher Adrian Egger meinte, er habe das Gefühl, die Ausbildung habe erst gestern begonnen. Aber jetzt sei es vollbracht. Jeder habe sein bestes gegeben. In der Erinnerung bleibe der Tag der Abschlussprüfung. Das Abschlusszeugnis werde sie lebenslang in der Bewerbungsmappe begleiten.

Bjr

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